The Heritage Series

Wöchentlich wechselnde Konstellationen von Objekten und Bildern
im Kaufhausschaufenster Donau Ecke Ganghofer in Berlin,
November 2011 – April 2012

Mit der Bearbeitung von materiellen Erb- und Fundstücken verarbeite ich emotionales und kulturelles Erbe, bringe Unbewusstes an die sichtbare Oberfläche, sortiere, räume um und auf, be- und verarbeite. Bringe verstaubte Dinge wieder in Fluss.

Säubere den Marmorboden von Verklebungen früherer Zeiten.
Male den Sommerhimmel auf Holzlatschen.
Wann fühlt ein Bild sich richtig an?
Wenn es resoniert.
Wenn es irgendwie schon vertraut scheint.

Ich nehme wahr, interpretiere und re-arrangiere
– aber benenne meine Funde nicht, lege sie nicht fest.

Um meine Ordnungen in Frage zu stellen, lade ich andere ein, wie z.B. im November und Dezember 2011 die offene Klang- und Bewegungsimprovisationsgruppe „Improviloge“ ein,
in und mit meiner Installation zu spielen (siehe Video unten).

Die etwa wöchentlichen Veränderungen dokumentierte und reflektierte ich fotografisch und schreibend und veröffentlichte sie zeitnah in einem Blog.
Zur Finissage schrieb ich mögliche Titel für einige Konstellationen auf Folien
und liess diese durch das Publikum an seines Erachtens geeigneten Orten aufhängen.

Für den 2012 veröffentlichten dokumentarischen Katalog sammelte ich die Texte zum Teil auf der Straße vor dem Fenster in Gesprächen mit zufälligen Passanten (erhältlich bei mir und evt. noch in den Fachbuchhandlungen b-books und Motto in Berlin).