Die Weisen: leben sammeln und fragen, warum

Die Weisen: leben sammeln und fragen, warum

Partizipative Audiosammlung von Rat für ein gutes Leben, gesammelt in Straßengesprächen in Berlin – Neukölln, Wedding und Marzahn – und Görlitz.

Was brauche ich für ein gutes Leben?

Ich bat um Rat für ein gutes Leben.

Antworten bekam ich auf der Straße, in Backshops und Spätis und anderen Orten der Gesprächskultur.
Ich sammelte vom Frühjahr 2013 bis zum Frühjahr 2015 in Neukölln, Wedding, Marzahn und Görlitz.

Die Antworten verteilte ich in verschiedene Kategorien, ungefähr so, in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit der Nennung:
Geld, Gesundheit, Arbeit, Freunde, Glück, Liebe, Freizeit, Entscheidungen, Freiheit, Frieden.

Die Sammlung installierte ich jeweils ortspezifisch, bzw. machte sie in einer Performance zugänglich.
Die 36 besten Ratschläge für ein gutes Leben kamen ausserdem in einen mobilen Audiotrolley.

Stationen der Sammlung

1.
Die Weisen

Gesammelt im Rahmen vom „Labor: Urbanes Altern“ (ein Projekt vom Kulturnetzwerk Neukölln) in Kooperation mit der Jugendkunstschule Young Arts Neukölln.
Präsentiert im Rahmen von 48 Stunden Neukölln in einer interaktiven Audioinstallation im Schaufenster Donau Ecke Ganghofer, als .mp3 zum Runterladen
auf ausgewählten Parkbänken im Rollbergviertel sowie im Einkaufszentrum Neukölln Arcaden.

In der interaktiven Audioinstallation (Dank an Sebastian Sommer) konnten kurze Ratschläge über sechs Klingelknöpfe, sortiert nach Kategorien, abgerufen werden.
Der Ton übertrug sich über die Fensterscheiben, der Schaufensterraum wurde zum Klangkörper.

Die ersten Fragen zu einem guten Leben entwickelte ich mit Neuköllner SchülerInnen in einem Workshop an der benachbarten Young Arts Neukölln.
Das visuelle Material der Installation – Zeichnungen, Aufsätze und Collagen -entstand ebenfalls in diesem Workshop.

2.
Die Weisen im Wedding

Im Rahmen vom KiezKulturNetz / OKK sammelte ich im August 2013 Rat für ein gutes Leben im Solider Kiez und stellte diesen anschließend
im Projektraum OKK (Organ Kritischer Kultur) im Zusammenhang mit einer Retrospektive über das Vorläuferprojekt „senior street art“ aus.

3.
leben sammeln und fragen warum

Im Rahmen der temporären Kunstprojekte Marzahner Promenade der Galerie M in Marzahn-Hellersdorf sammelte ich Anfang Juni 2014 auf der Marzahner Promenade Rat für ein gutes Leben.

Die Antworten der Marzahner kürzte ich mit Hilfe von Anwohnenden auf ein etwa 150 Worte langes „Rezept“ für ein gutes Leben.
Das schrieben wir in großer Schrift, gut sichtbar auch aus den oberen Stockwerken der umliegenden Hochhäuser auf einen etwa 250 Meter langen Abschnitt der Marzahner Promenade
– in Kreidefarben, die im nächsten Regen wegspülten.

Trailer der Videodokumentation

4.
Görlitzer Weise

Im Rahmen der Open Art Lab Residenz vom Zukunftsvisionen Festival sammelte ich im Mai 2015 Rat für ein gutes Leben auf den Straßen von Görlitz und Sgorzelecz, der polnischen Hälfte von Görlitz.

Die Audioinstallation bettete ich ein in die vielen sichtbaren Lagen der Geschichte im ehemaligen Art Deco „Hotel Vier Jahreszeiten“.

WIRKLICHE UTOPIE – schön viel arbeit from stephanie hanna on Vimeo.