Videobeobachtungen : Theorie verkörpern

geliebtes ding
2010, 7 min, mp4

Video:
Auf einer verglasten Litfaßsäule auf gegenüberliegenden Seiten die Gesichter von zwei Fotomodellen, männlich und weiblich, mit sorgfältig geschminkten Schweißtropfen. Eine Kampagne für Ehrenamt wird beworben mit dem Slogan „Dein Schweiß für Berlin“. In den Reflektionen auf der Oberfläche, auf dem Glas zeigt sich die Kreuzberger Umgebung: Autos, orangener Müllwagen, Frau mit hellblauem Kopftuch, gelbe Hochbahn, Frauen mit Kinderwägen und vielen Kleinkindern. In langsamen Überblendungen gehen die beiden Gesichter, die sich real nie treffen würden – hinter Glas, in gegenüberliegende Richtungen blickend – ineinander über.

Audio:
“Der Fetischcharakter der Waren und ihr Geheimnis“ von Karl Marx, erschienen in Das Kapital 1867, gelesen während Masturbation.

Screening in Gruppenausstellung “Das Ding”, G.A.S.-Station, Berlin, Oktober 2010 bis Februar 2011.

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weeding sontag
2012/13, 3 min 25, hd

Gesellschaftsreflektion mit Susan Sontags „Über Fotografie“:

Warum lieben „insbesondere Menschen, die durch eine erbarmungslose Arbeitsmoral behindert sind (Amerikaner, Japaner, Deutsche…)“ das Fotografieren so sehr?

Warum ist es so ermächtigend, ein Bild festzuhalten?

Schafe starren zurück während ich sie mit meiner Kamera anstarre. Eine Schnecke kriecht im Zeitraffer durchs Bild. Ich tanze mit Unkraut.

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after the other

2017/18, 6min55, HD

Dieses Mal zitiere ich Michel Foucault,
„Of other Spaces: Utopias and Heterotopias“
as published in „Architécture/Mouvement/Continuité“, Oct. 1984 (auf Englisch gesprochen).

Das Video wurde in der artist residency „betOnest“ in Stolpe, Germany, im Juli 2017 aufgenommen.

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butler pop
2009, 21 min, mini dv

Vier Menschen, die in Berlin im Gesundheitssektor und anderen dienstleistenden Tätigkeiten arbeiten, assoziieren frei über die Rolle, die Arbeit in ihrem Leben spielt. Währenddessen malt eine Hand den Himmel und folgt den Wolkenbewegungen. Im Hintergrund die Geräusche einer Baustelle.

Dazwischen verschiedene Arbeitsszenen, gefilmt in Rio de Janeiro in Brasilien, kommentiert mit Zitaten aus “Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung” von Judith Butler.

Als Videoinstallation in einer vorgefundenen Situation
in der ProjektZentrale KurtKurt in Berlin,
in der Ausstellung “Pumaherz. Vollzeit, unbefristet”
von Elke Scheler, Dezember 2009
und im Open Screening der Kurzfilmtage Oberhausen, 2010

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ohne Eigenschaften
2010/11

Bild:
Ein Karrussell kommt zum Stillstand während in zunehmender Geschwindigkeit Menschenmassen in und aus der U-Bahn Station Les Halles in Paris strömen.

Ton:
Zitate aus „Der Mann ohne Eigenschaften“, Buch 1 und 2 von Robert Musil, erschienen 1930/1932. Nachts unter der Bettdecke gelesen und vermischt mit Geräuschen und Klangfarben eines Spaziergangs.

„Ulrich fühlte sich an diesen fast stündlich wachsenden Leib von Tatsachen und Entdeckungen erinnert, aus dem der Geist heute herausblicken muss, will er irgendeine Frage genau betrachten. Unzählige Auffassungen, Meinungen, ordnende Gedanken aller Zonen und Zeiten, aller Formen gesunder und kranker, wacher und träumender Hirne durchziehen ihn zwar wie tausende kleiner, empfindlicher Nervenstränge, aber der Strahlpunkt, wo sie sich vereinen, fehlt…. “

In 10-minütiger Fassung als Audioinstallation im Kaufhausschaufenster Donau Ecke Ganghofer zum Festival Nacht und Nebel 2010.

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occupy žižek
2011/12, 2min35, mp4

Audioschnitt einer Rede, die Slavoj Žižek verstärkt durch ein „human mic“ während Occupy Wall Street am 9. Oktober 2011 hielt.

Welche Form der Führung brauchen wir heute? Im Schnitt übernimmt das „human mic“ Žižeks Worte und emanzipiert sich vom nachsprechenden Verstärken zum antizipierenden Mitsprechen. Dazu Geisterbilder vorbeirauschender Autos.

Video für Musik von Anderen

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easy´s bistro (Reproduktion)

Musik: das Bierbeben
Video: Aufnahme und 1. Schnitt 2004/2005, re-edit 2010

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Angel in the House

Musik: Union Jill
Video: re-edit auf der Basis von „butler pop“, 2005/2009/2017

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Bitter Blow (starting from today)

Musik: Union Jill
Tanz: Camille Revol, Gabriel Forestieri a.o.
Video: Aufnahme 2013 / Schnitt 2017

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Lorelei

Musik: Union Jill
Video: re-edit von „swimming“, 2013/2017

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Castelo de Plastico

Musik: Daniel Arruda
Video: 2016

Improvisation in der sich verschiebenden Installation
„MARKTFORSCHUNG (von der flüchtigen Oberfläche dieser Welt)“

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ich bin müde (Nimechoka)

Musik: Nazizi (feat. Lord)
Video: 2011

Die deutschen Texte, die Masken und die Fotos entstanden in einem Workshop mit senior street art im Festival
„Translating Hip Hop“ im Haus der Kulturen der Welt in Berlin

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klosterwurm

Video: 2012
Musikbearbeitung: 2009 / 2012

Entstanden im Kunsthaus DA / Gravenhorst

situationsspezifische Beobachtungen (Video)

inside/outside
ortspezifische Videoinstallation
15 min, hd, 2013

Entstanden während weave – a platform for the arts in Brüssel.
Im Alltag performen, in der Performance leben.
Bist du drinnen oder draussen?
Ich musste raus, Wäsche waschen.

2013, BYRRH Brüssel, Installationsansicht siehe Bild oben

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Ausschnitt aus windig
Zwei-Kanal Video, 13m50, hd, 2017

2017, Group Global 3000, Berlin

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two sides
zweiseitige Videoinstallation, 13 min, mini dv, 2005 / 2011
Deutsch / Portugiesisch gesprochen mit englischen Untertiteln

Auf einer Seite der Videoinstallation sind die Untertitel zu Gersons Geschichte lesbar, auf der anderen meine:
Zwei Seiten vom Leben im touristischen Zentrum Pelourinho in Salvador, Bahia.

2014 NE Fest / Experimental Art and Media / Sofia, Bulgarien
2011 G.A.S. Station, Berlin

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butler pop
2009, 21 min, mini dv

Vier Menschen, die in Berlin im Gesundheitssektor und anderen dienstleistenden Tätigkeiten arbeiten, assoziieren frei über die Rolle, die Arbeit in ihrem Leben spielt. Währenddessen malt eine Hand den Himmel und folgt den Wolkenbewegungen. Im Hintergrund die Geräusche einer Baustelle.

Dazwischen verschiedene Arbeitsszenen, gefilmt in Rio de Janeiro in Brasilien, kommentiert mit Zitaten aus “Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung” von Judith Butler.

Als Videoinstallation in einer vorgefundenen Situation
in der ProjektZentrale KurtKurt in Berlin,
in der Ausstellung “Pumaherz. Vollzeit, unbefristet”
von Elke Scheler, Dezember 2009
und im Open Screening der Kurzfilmtage Oberhausen, 2010

Video mit Musik

windig
Ausschnitt aus einer Zweikanal-Installation, 2017

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Novembertrauer

Musik: Mondays Circle, 2016
Video: Madeira, 2013

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set myself free

Musik: Mondays Circle, 2016
Video: Madeira, 2013

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idiots

Musik: Improvisation auf dem Fahrrad im Berliner Verkehr, 2014
Video: in Brüssel, 2013

hier

idiots / toc

idiots, 2013, 3 min 43, hd

Videoaufnahme in Brüssel Nord, Audioaufnahme beim Radfahren in Berlin Kreuzberg

lyrics

can you think about idiots?
that waste our time, block our ways, spend our last natural resources?
so please take a moment to think about idiots.
do you know any idiots that love their mercedes suv more than their neighbours?
so please take a moment to consider these idiots.
and take a moment to consider your idiocy.
when was the last time that you could (ever?) help someone that you deep inside just loathed?
for whatever reason, just loathed?
so please think about that moment of hate, of disgust, of anger and more.

can you think about idiots? do you think about idiots?

now that i sing in the recording machine
my harmonies are not so beautiful like when i was jamming free
but i was so afraid i would lose this tune.
actually i already lost the tune,
maybe nothing is meant forever
to record
how it changes when i record…
so do you think about idiots?
when you see a mercedes suv or an opel whatever – zafira,
why?
think about idiots, do you know any idiots?
i do know some. some are my neighbours.
and their parents mostly are idiots as well:
egomanic people that don´t care about community
like they care about their own private mercedes suv

toc (tower of consumption)
201
„Flucht | nach vorn“ / medienwerkstatt bbk in der Schaltzentrale im Kraftwerk / Berliner Liste

Das Video „idiots“ ist integriert in einer der Kisten (Flachbildschirm hinter Pizzaschachtel)

Video Meditation

schwimmen
2013, 15 minuten, hd

1999 hat das Schwimmen mich gerettet. Im Wasser getragen zu werden, meinen Körper im Wasser zu spüren und eine fast schwerelose Beweglichkeit zu erfahren erdete mich. Ich stellte mir ein Video vor, das meinen Blick auf meine Hände wiedergab, wie sie in einem anhaltenden Rhythmus durch das Wasser gleiten. 2013 realisierte ich dann dieses Bild.

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painting skies

2009, 68 Min., mini dv
Loop in ortsspezifischer Videoinstallation

Ich flog nach Brasilien, um den Himmel in Öl zu malen,
wegen der Langsamkeit.

Videoinstallation Sin Bar, Berlin 2009

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limbofilm

1999 / digitalisiert 2001, animiert 2008

Doppelt belichteter analoger 36mm Halbbildfilm an einem Stück, digitalisiert und animiert.

Bilder des botanischen Gartens in Barcelona überlagern sich mit Aufnahmen aus einem Safaripark.

Installation LUX, Berlin 2008

Ausschnitt aus dem Video

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smiling

2008, mini dv

Ich male mein unsichtbares Lächeln

eMotion, G.A.S.-Station, Berlin 2008/09