Bio

Stephanie Hanna zu Thun und Lassen hinterfragt gewohnte Strukturen der Macht, z.B. Autorenschaft und Regie, aber auch schwer benennbare, unterschwellige Hierarchien, wie sie z.B. in kollektiven Schaffensprozessen entstehen. Zum Beispiel fügt sie sehr freie Formen der Partizipation in Form von Gestaltungs- und Entscheidungsmöglichkeiten in den Entstehungs- und Rezeptionsprozess ihrer Arbeiten ein, verarbeitet diesbezüglich einschlägige Theorie – und findet auch ihre eigenen Worte und andere Mittel, um zu fest stehende Bilder wieder in Frage zu stellen. Sie arbeitet situationsspezifisch meist ausserhalb typischer Kunstkontexte mit den Medien Audio, Video, Installation und Performance, die sie mit klassischer Zeichung, Malerei und Text mischt. Stephanie studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und an der Hogeschool voor de Kunsten Utrecht in den Niederlanden (BA 2001) und absolvierte den M.A. „Art in Context“ an der Universität der Künste Berlin (2006).

Projekte

2005 bis 2012: Konzeption und Leitung des partizipativen Projekts senior street art mit Workshops und Aktionen zu Street Art und Graffiti von, für und mit Menschen über 50 Jahren, u.a. am Haus der Kulturen der Welt in Berlin, in der Autostadt Wolfsburg, ibk kubia / Akademie Remscheid sowie in diversen Senioren- und (oder!) Jugendkulturstätten in Kreuzberg.
Medienberichte erschienen in Die Zeit, art – das Kunstmagazin, de:bug, 3Sat / ZDF Kultur, IlSole24Ori Wochenendbeilage, Spiegel Online – international edition, Hemispheres – Blog und In-Flight Magazin der United Airlines und vielen anderen.

Seit 2011 unangekündigte Performances im Kaufhausschaufenster Donau Ecke Ganghofer in Berlin, Neukölln. Improvisation von räumlichen Installationen, jeder Schritt ist unmittelbar sichtbar für ein Publikum aus Passanten. Verschiebungen in Konstellationen von Objekten und ihren möglichen Bedeutungen.

Seit 2013 Audiosammlung von Rat für ein gutes Leben, gesammelt in den Straßen von Berlin – Neukölln, Wedding und Marzahn sowie in Görlitz. Fortsetzung möglich. Die Sammlung wurde jeweils ortsspezifisch gezeigt / installiert im Haus am Kleistpark (collective / Tempelhofer Kunstpreis 2016), Zukunftsvisionen Festival Görlitz (2015), Galerie M (Temporäre Kunstprojekte Marzahner Promenade, 2014), OKK (2013) und im Labor: Urbanes Altern / 48 Stunden Neukölln (2013).