Aktuell

Peace Rug, 14.9.2019 – 9.4.2020 am Flughafen Tempelhof
Kunst im Untergrund 2019: Up in Arms, neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin

Samstag, 28.3.2020, 16 bis 17 Uhr (in Berlin)

Peace Rug Talk

thfradio.de

Am 14. Dezember 2020 gab es im Torhaus Thf ein experimentelles Gespräch über die Intervention vom „Peace Rug“ von Stephanie Hanna am Flughafen Tempelhof. Dies ist ein Zusammenschnitt der Aufnahmen.

Im Gespräch (auf Englisch) sind:
Alia Zapparova, Klara Bauer, Mona Saddei und Stephanie Hanna
Musikalische Begleitung: Bernhard Wöstheinrich
Textauszüge: Wikipedia zum Flughafen Tempelhof (Stand Dezember 2019), Rheinmetall Online Katalog (Englisch und Deutsch)
Konzept, Umsetzung und Schnitt: Stephanie Hanna

Die Intervention vom „Peace Rug“ auf dem sogenannten „Ehrenhof“ vom Flughafen Tempelhof wurde realisiert im Rahmen des internationalen Wettbewerbs „Kunst im Untergrund 2019“ der neuen Gesellschaft für bildende Kunst Berlin mit freundlicher Unterstützung durch die Tempelhof Projekt GmbH.

Die Arbeit ist noch bis zum Osterwochenende 2020 vor Ort zu sehen, direkt vor dem Haupteingang des alten Flughafengebäudes auf der Seite vom Platz der Luftbrücke, zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Spaziergang auf dem Tempelhofer Feld.

27. Januar 2020, Kreuzberger Salon:

Handgepäck für den Übergang

Assoziative Aneignung von Theorie
Videopräsentation und Diskussion mit der Künstlerin Stephanie Hanna

Seit 2009 schneidet Stephanie Hanna Videos von Beobachtungen ebenso ungewöhnlicher wie alltäglicher Szenen rund um menschliche Arbeit, Fortbewegung, Repräsentation und Tierhaltung zu von ihr performativ angeeigneten Textzitaten, vor allem von theoretischen, aber auch literarischen Gesellschaftsanalysen.

Bisher verarbeitete sie so Texte von Judith Butler (butler pop,2009), Karl Marx (geliebtes ding / dear commodity, 2010), Robert Musil (ohne eigenschaften, 2011), Slavoj Žižek (occupy žižek, 2012), Susan Sontag (weeding sontag, 2013), Michel Foucault (after the other, 2018) und weiteren (Zitate von Walter Benjamin und Käthe Kollwitz finden sich in windig, 2017, und von Silvia Federici in preparations for a depowerment manifesto — long version, ebenfalls 2017).

Zurzeit übersetzt sie einige der »Keynote Lectures« der Nordic Summer University in Videos. Die älteste selbstorganisierte und nomadische Universität feiert dieses Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Die »Keynotes« auf den Sommertreffen wurden in den letzten 25 Jahren unter anderem auch von Slavoj Žižek, Friedrich Kittler, Hartmut Rosa und Erin Manning gehalten.

Stephanie wirkt seit vier Jahren im »Study Circle 7 – Artistic Research« mit. Die Videoserie lightweight luggage for transitioning begann im Herbst 2019 mit Gesprächen mit Teilnehmenden der Nordic Summer University. Im Kreuzberger Salon wird sie eine Auswahl ihrer bisherigen Videos zeigen, darunter einen Ausschnitt aus dem neuesten Video auf der Basis eines Vortrags zu Beschleunigung und Entfremdung des Soziologen Hartmut Rosa (Resonanz, 2016; Unverfügbarkeit, 2019).

Zwischen den Videos freuen wir uns, mit euch ins Gespräch zu kommen:
Was entsteht durch die und in der performativen Aneignung von Theorie?
Wie werden inhaltliche Verdichtung und Assoziationsweite erfahren?
Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den kurzen, subjektiv gewählten Zitaten aus jeweils sehr viel umfassenderen Werken?
Was entsteht durch die Assoziation der Theorie mit körperlich erfahrbar gefilmten Einblicken in Lebensrealitäten?
Und, nicht zuletzt, welche Bezüge, Zusammenhänge und Erkenntnisse entstehen zwischen den Videos?

Die Videos sind teils auf Englisch, teils auf Deutsch verfasst und teilweise untertitelt. Das Gespräch kann sehr gerne mehrsprachig geführt werden

siehe www.kreuzbergersalon.de/kreuzberger-salon-86-handgepaeck-fuer-den-uebergang/

lightweight luggage for transitioning

(Handgepäck für den Übergang)

Kommission einer Serie Videoarbeiten auf der Basis von Keynote Lectures der Nordic Summer University, August 2019 – Juli 2020. Ein Kunstprojekt im Rahmen von „Tracing the Spirit“, anlässlich 70 Jahre der Gründung dieser ältesten selbstorganisierten und nomadischen Universität.

Siehe auch
https://tracingthespirit.com/category/lightweight-luggage-for-transitioning/

Peace Rug Talk

(almost ready for take-off)

Samstag, 14. Dezember 2019
14 – 16 Uhr Torhaus THF

und Ehrenhof, Flughafen Tempelhof

Eine kollektive, verkörperlichte und meditative Reflektion möglicher Antworten auf die Frage, worauf Frieden beruht, eingebettet in die deutsche Geschichte und musikalisch begleitet von Bernhard Wöstheinrich

Zum Abschluss der dreimonatigen Intervention vom „Peace Rug“* auf dem sogenannten „Ehrenhof“ vor der ehemaligen zentralen Empfangshalle des Flughafen Tempelhofs – heute ein Parkplatz – gibt es noch einmal die Gelegenheit, diese künstlerische Bodenarbeit vor Ort und gemeinsam zu begehen und zu erforschen.

Dabei wird im Gespräch und mit somatischer, d.h. körperorientierter Achtsamkeit zusammengetragen und weitergedacht, worauf Frieden beruht. Wie begegnen sich verschiedene Standpunkte und Perspektiven, auch im übertragenen Sinn auf dieser Bodenarbeit? Kann aus den Begegnungen verschiedener Charaktere — in Buchstaben und Menschen — Neues entstehen? Und wie wird die Umgebung aus verschiedenen Positionen wahrgenommen? Die angeleitete Begehung des Teppichs dauert, je nach eigenem Engagement, ca. 30 – 45 Minuten.

Die (mehrsprachigen) Gespräche danach finden im Torhaus THF statt.
Der Nachmittag wird musikalisch live begleitet von den Ambient-Klanglandschaften von Bernhard Wöstheinrich.

Die Gespräche und Klänge werden aufgezeichnet und ausschnittsweise (wenn erwünscht) in einem Podcast auf THF Radio im kommenden Jahr veröffentlicht.

>>> Das Torhaus ist beheizt, aber noch nicht wärmeisoliert, warme und wettergerechte Kleidung wird empfohlen!!!

RSVP auf Facebook

Der „Peace Rug“ ist ein ca. 40 qm großes Bodenposter, das im Rahmen von „Kunst im Untergrund 2019“ und im Zusammenhang mit der Ausstellung „Up in Arms“ der nGbK in Berlin entstand.

Übersetzungen der Frage „Worauf basiert Frieden?“ in insgesamt 67 Sprachen treffen sich in einem grafischen Labyrinth auf einem Muster aus Waffenabbildungen aus dem Online-Katalog der deutschen Rüstungsfirma Rheinmetall — von dieser Firma und in diesem Katalog verharmlosend als „Mittelkaliber-Kanonenfamilie“ bezeichnet.

mehr zur Ausstellung in der nGbK hier

where things meet 
(wie es zusammenkommt)

Eine Auswahl meiner Videoarbeiten,
kuratiert von Klaus Eisenlohr,
in Kino-Atmosphäre

Director´s Lounge 
Donnerstag, 28. November 2019
21 Uhr, Z-Bar, Berlin-Mitte

schöneberger art 2019

Gruppenausstellung
1.11. – 1.12.2019

HAUS am KLEISTPARK PROJEKTRAUM

Di bis So 11 – 18 Uhr

Grunewaldstraße 6–7, 10823 Berlin
Eintritt frei, kein barrierefreier Zugang

Verkehrsanbindung: U7 Kleistpark, Bus M48, M85, 106, 187, 204

www.hausamkleistpark.de